Aktuelle Trends in der Bundesweinprämierung
„Die Weine des 2024er Jahrgangs zeigten sich überwiegend fruchtbetont mit moderatem Alkohol und schöner Säure, es waren aber auch sehr kräftige Weine vertreten, die sich hervorragend als Essensbegleiter eignen. Die Zahl der geprüften PIWI-Weine (pilzwiderstandsfähige Rebsorten) ist erfreulicherweise weiter gestiegen. Diese innovativen Sorten haben sich erfolgreich am Markt etabliert und verdeutlichen, dass sich die Branche dynamisch weiterentwickelt. Auch klassische Sorten wie Riesling und Burgunder sind weiterhin stark vertreten und beweisen ihre Anpassungsfähigkeit an die Herausforderungen des Klimawandels. Eine Innovation im Weinbereich sind sicherlich entalkoholisierte Weine. Hier waren erstmals über 30 Produkte im Test. Sowohl für die Erzeuger als auch für die Prüfer ist diese Produktgruppe Neuland, das zunehmend das Interesse der Hersteller und Verbraucher auf sich zieht. Es zeigten sich schon über das Jahr enorme Qualitätssteigerungen und die Branche befindet sich auf einem guten Weg“, so Prof. Dr. Jung. Seinen Worten zufolge zeigte sich bei den Sekten eine erfreuliche Vielfalt: Neben klassischen, frischen Winzersekten wurden zunehmend auch andere Stilrichtungen wie Crémant verkostet. Diese Bandbreite spiegelt die stilistische Vielfalt am Markt wider und bietet für jeden Geschmack das passende deutsche Produkt. Der Genuss der heimischen Weine lohnt sich also aus vielerlei Hinsicht. Zudem wurden 2025 erstmals auch Entalkoholisierte Weine sowie Schäumende Getränke aus entalkoholisiertem Wein im Rahmen der Bundesweinprämierung bewertet – ermöglicht durch die neu geschaffene gesetzliche Grundlage. Die Vielfalt dieser Produkte wächst rasant und die Qualität entwickelt sich zunehmend positiv.