Der Wettbewerb

Die DLG-Bundesweinprämierung ist der führende Qualitätswettbewerb für deutsche Weine und Sekte aus allen 13 Anbauregionen. Sie findet seit 1951 jährlich statt.

Die Qualitätsschau deutscher Weinkunst ist die einzige offizielle Weinprämierung auf Bundesebene. An der Prüfung können nur Weine und Sekte teilnehmen, die zuvor schon bei der Amtlichen Prüfung und einer Gebietsweinprämierung erfolgreich waren und sich damit für die DLG-Bundesweinprämierung qualifiziert haben.

Als Trendbarometer bietet die DLG-Bundesweinprämierung mit einer jährlichen Verkostung und unabhängigen und neutralen Bewertung von mehreren Tausend Weinen und Sekten aller Anbaugebiete einen umfassenden Einblick in aktuelle Geschmackstrends und das Qualitätsniveau deutscher Winzer. Die Wein-Experten der DLG prämieren neben den besten Weinen, Sekten und Kollektionen auch die besten Winzer und Jungwinzer des Jahres.

Prüfkriterien & Methodik

Mit ihren differenzierten Prüfkriterien und dem Experten-Pool, der sich aus eigens geschulten Prüfern der verschiedenen Weinregionen Deutschlands zusammensetzt, gehört die DLG-Bundesweinprämierung zu den wissenschaftlich anspruchsvollsten und objektivsten Qualitätsprüfungen in der Weinwelt.  

Die Wein-Experten der DLG testen jährlich in vier Prüfrunden die Qualität von Weinen und Sekten in umfangreichen sensorischen Tests. Bei der Bewertung arbeitet die Jury nach dem DLG-5-Punkte-Schema® für Weine und Sekte.  

Weine und Sekte, die die DLG-Experten überzeugen, erhalten eine Goldene, Silberne oder Bronzene Medaille. Weine und Sekte von besonders herausragender Qualität werden mit dem „Goldenen Preis Extra“ ausgezeichnet. 

Wein-Experten 

Die Experten-Jury der DLG-Bundesweinprämierung setzt sich aus erfahrenen Kennern der deutschen Weinlandschaft zusammen. Alle Prüfer stammen aus der Weinwirtschaft und angrenzenden Bereichen. Dazu zählen u.a. Oenologen und Sommerliers. Alle Experten, die im Wettbewerb zum Einsatz kommen, werden von der DLG umfassend und regelmäßig geschult. Wissenschaftlicher Leiter der DLG-Bundesweinprämierung ist Prof. Dr. Rainer Jung von der renommierten Hochschule Geisenheim University. 

Das DLG-Prüfschema 

In der Qualitätsbewertung von Weinen und Sekten arbeitet die Experten-Jury der DLG-Bundesweinprämierung nach dem DLG-5-Punkte-Schema® für Weine und Sekte.  

Nach diesem Prüfschema werden zusätzlich zu den nominellen Weinbewertungen der Prüfer die Weine mit Merkmalseigenschaften beschrieben. Dabei verkostet zunächst jeder der vier bis fünf Prüfer alle ihm vorgestellten, in Gläser eingegossenen, nummerierten Weine individuell und ohne jegliche Beeinflussung oder Diskussion.  

Nachdem der Prüfer mit Hilfe des Schemas seine Punkte in den einzelnen Prüfmerkmalen (Aussehen, Geruch, Geschmack, Typizität) zugeordnet und somit die Bewertung der Weine vorgenommen hat, werden die Ergebnisse aller Einzelprüfer erfasst. Im Anschluss erfolgen die verbalen Begründungen zur Vergabe der Punkte für die Prüfmerkmale durch jeden einzelnen Prüfer. Hier benutzen die Prüfer Tabellen mit Fachbegriffen, die insbesondere zur Begründung von „Abweichungen“ von der vollen Erfüllung der Qualitätserwartung in Aussehen, Geruch, Geschmack und Typizität für den jeweiligen Wein geeignet sind.  

Auf einer Liste werden zu den jeweiligen Weinen Angaben zu Jahrgang, Rebsorte, Qualitätsstufe, Weinart und Geschmacksrichtung gemacht. Es gibt keinen Hinweis auf die Herkunft der Weine (Anbaugebiet), da die regionaltypischen Charakteristika im Rahmen der Vorprüfungen (Landesweinprämierungen) bereits bewertet wurden. Die Bundesweinprämierung ist damit der einzige nationale Weinwettbewerb, bei dem eine regionale Vorprüfung im Rahmen der Landesweinprämierungen Voraussetzung für eine Teilnahme ist. Die Weinbewertung wird durch zwei aufeinander folgende Prüfungen wesentlich aussagekräftiger.